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... ...   ... neues Denken,
neue Paradigmen
Selbstverantwortliche Lebensführung:
Denken, Planen, Zeitstrukturen

Die Bedeutung des kognitiven Denkens bei der Lebensplanung und beim Aufbau von sozialen Strukturen wird oft unterschätzt. Viele Menschen, wie auch gewisse Redewendungen der Alltagssprache, verstehen unter Denken eine "Kopflastigkeit". Besonders unter dem Einfluß einiger Therapie- Moden der letzten Jahrzehnte  wurde das Denken regelrecht verteufelt als unmenschlich, kalt, gefühllos usw. Im TP werden diese Theorien als EET´s bezeichnet, "emphatic emotional therapies"; ihr  therapeutischer Erfolg ist fragwürdig, ihr sinnvoller Einsatz  auf einen bestimmten Menschentyp begrenzt.

Parallel zu diesem Trend erleben wir die Ausbreitung der sog. "Hystories", welche sich um Themen ranken wie "Von Außerirdischen entführt und mißbraucht" oder "Die ganze Umwelt steckt voller Gifte" oder "Die US- Regierung plant eine Übergabe unseres Landes an die Kommunisten" und viele andere mehr.
Irgendein Rest von Realitätsbezug ist von einem Menschen, der sich diesen hysterischen Erzählmustern anvertraut,  nicht gefordert. Fernsehen und Internet verbreiten die Muster weltweit und äußerst schnell. Diese Entwicklung wäre weniger bedenklich, wenn sich die Inhalte dieser modernen Mythen nicht so gut zur Diskriminierung der Mitmenschen, besonders Angehörigen von Minderheiten eignen würden. Aus der Sicht des TP gibt es dazu zwei Bedenken:
 
Hystories
(= Hysterical + Stories)
sind psychisch "ansteckende" Erzähl- und Denkmuster. Sie verfügen über emotional faszinierende Inhalte und haben von der Struktur her historische Parallelen u.a. im Hexenwahn, Endzeitvorstellungen bzw. dem Antisemitismus.  Hystories machen zwar das individuelle Leben bunt und spannend, führen aber im schlimmsten Fall zu Verfolgung, Mord oder Selbstmord. Sektenstrukturen und das Fehlen von Information sind ein idealer Nährboden für "Hystories" 
E.E.T.´s
(= Emphatic
Emotional
Therapies)
EET´s bauen auf Einweihungs- und Auserwähltheits-. phantasien auf. Sie haben ihre strukturelle Parallele in messianischen Lehren, wie sie z.B. in Sekten oder Volksbewegungen eine Rolle spielen. Ähnliches finden wir in dem Glaubenssatz: "Nur unsere Therapieform führt zum Ziel."   Messianische Lehren können begeistern und eine Zeit lang starke Energien freisetzen. Sie vernebeln aber geradezu den Verstand und verhindern echte und klare Gefühle. Meist nehmen dabei die realen Beziehungen der involvierten Personen Schaden.

Im Gegensatz zu diesen Einstellungen ist sich richtiges Denken des Vorhandenseins anderer vitaler Lebensbereiche, wie z.B. der Emotionen bewusst, respektiert diese und begrenzt sich damit selbst. In dieser Selbstbescheidung wird das Denken für die ihm zugeordneten Aufgabenfelder umso effektiver. Es ist etwa so, wie wenn man ein gut geschliffenes Spezialwerkzeug nicht zu unpassenden Zwecken einsetzt, weil es sonst stumpf oder schartig wird.

Der Begriff "Neues Denken", welcher z.Z. in aller Munde ist, zeigt ein ähnliches Missverständnis auf. "Neues Denken" bedeutet keineswegs, die bisherigen  Denkleistungen und -schritte über Bord zu werfen. Mehr dazu demnächst unter: "Neues Denken - Neue Arbeit"
Es war eine der großen Leistungen de Bonos, verschiedene Arten des Denkens zu unterscheiden und Übungen zu entwickeln, um zu "lateralem Denken" hin zu gelangen. In vielen betrieblich orientierten Seminaren wird  daher das "Denken mit mehreren Hüten"  als Non-Plus-Ultra angesehen. Unsere Meinung dazu ist, daß man es sich da zu einfach macht. Es nützt den Teilnehmern garnichts, wenn sie einen anderen Hut aufsetzen. Der Kopf darunter bleibt der gleiche. Das TP legt Wert auf echtes Erfahren anderer Weltdeutungs- und Denksysteme.
Jared Diamond, Autor des Bestsellers "Arm und reich", formulierte als Voraussetzung für menschliche Evolution, z.B. den Erfolg beim Züchten von Pflanzen oder Tieren, das Anna-Karenina-Prinzip. Benannt ist das Prinzip nach dem bekannten Roman von Tolstoi. Dieser stellte in seinem Werk folgende These auf: "Eine Ehe muss, um glücklich zu sein, viele Voraussetzungen erfüllen. Mangelt es an nur einer dieser Grundbedingungen, so ist sie womöglich zum Scheitern verurteilt, selbst wenn alle anderen Zutaten zum Glück vorhanden sind." Beim  Denken verhält es sich ähnlich; es ist ein äusserst effektiver und auch kreativer Lebensprozess, welcher optimal stattfindet, wenn
  1. er genügend Wissensgrundlagen (Ausbildung, Informationsmaterial)  zur Grundlage hat,
  2. eine ausreichende Menge anderer Daten als Kontext zur Verfügung stehen (berufliche und persönliche Lebenserfahrung),
  3. ein geeignetes persönliches Umfeld (Freundeskreis nach Burow, Arbeitsplatz) die Gedankengänge des Individuums fördert,
  4. es zur rechten Zeit und am rechten Ort erfolgt und nicht in einer widrigen Umgebung (z.B. in der Zeit der Inquisition),
  5. eine gewisse Durchschlagskraft, Kommunikationsvermögen und Kompetenz (personale Hochform) hinzukommen.
Ein Teil dieser Faktoren kann mittels des TP optimiert werden, ein anderer wird wohl immer Schwierigkeiten bereiten, z.B. Punkt 4.,  dieses Problem kann aber durch Beharrlichkeit oft überwunden werden. Dabei erweist sich das TP als besonders geeignet, durch den Aufbau von Kompetenzen und die Neuorganisation des Kodex den Klienten zum Erfolg zu führen.

Zu den genannten Widrigkeiten, welche dem erfolgreichen Denken im Wege stehen, kommen noch weitere Störfelder anderer Art. Die  Gelegenheit zum schöpferischen Denken ist auch bei günstigem Umfeld nicht immer gegeben. An vielen Tagen des Jahres erfährt der denkerisch arbeitende Mensch Beeinträchtigungen durch Störungen von aussen, Ablenkungen, Schwankungen des gesundheitlichen Befindens usw.
 
Das erste, was hier getan werden kann, ist eine Verstärkung des "kreativen Feldes". Laut Burow ist für den Erfolg eines kreativen Menschen immer ein gewisses Netz von Freunden und "Sympathisanten" erforderlich, welche den Kreativen motivieren, ermutigen und ihm bei Fehlschlägen den Rücken stärken. Genaueres demnächst 
Als zweites Element ist eine gute Zeitplanung erforderlich, um die vorhandenen günstigen Voraussetzungen zu verstärken und Störfelder abzubauen. Mit dieser eigenen Zeitplanung verwirklicht sich der selbstbestimmte Mensch in Raum und Zeit. Er erfüllt damit das von Czicsentmihalyi geforderte kreative Prinzip der Autotelie (Selbstbestimmtheit). Mit der Hilfe dieses Systems schafft er sich einen Rahmen, innerhalb dessen er Kreativität, Erfolg und Lebensfreude verwirklicht. Aus diesem Grund verfügt das TP über ein eigenes Zeitplansystem, "Meridia".  Genaueres bei 
TP - Zeitplansystem

Das Zeitplansystem Meridia ist adaptiv, d.h. es verlangt von seinen Benutzern nicht die übliche Routine des Eintrags morgens oder abends, welche bei herkömmlichen Time-Planing-Methoden gefordert wird. Wir halten dies für eine unnötige Vorgabe, welche Zeit und Kraft in Anspruch nimmt, eine Gewohnheitsänderung vom Kopf her erzwingt. und dementsprechend oft scheitert. Stattdessen haben wir ein adaptives Planungssystem entwickelt, welches sich auch für Menschen mit einem ungewöhnlichen Lebenszuschnitt eignet, z.B. für Künstler.



 
 
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aktualisiert am 16.03.03

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